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Der Bau schreitet voran

Im Oktober hat der Monsunregen die Arbeiten lange unterbrochen. Aber jetzt kann ist das Wetter gut, es wird weiter gearbeitet und man kann deutlich den Fortschritt erkennen.

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215 Schüler ohne Toiletten

Zwei Toilettenhäuser im Bau

Durch die Förderung der Bayerischen Staatskanzlei konnten wir im Oktober 2020 den Bau von zwei Toilettenhäusern im Schulgelände beginnen. Für rund 210 Schüler werden dadurch bis Jahresende moderne Toilettenanlagen zur Verfügung stehen. Damit ist das Kindergartengebäude das einzige im Distrikt North Tongu, das über Toiletten verfügt.

Ein Kindergarten ohne Toiletten? Ein neues Schulgebäude ohne Toiletten? In Deutschland undenkbar, in Ghana nicht selten - so auch in Mafi Dadoboe. Die Schüler erledigen deshalb ihre Notdurft im angrenzenden Busch, das anschließende Händewaschen ist nicht möglich. Krankheiten werden so leicht übertrage, weil kaum Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden können. Dies ist gerade während der Corona-Pandemie, die auch Ghana stark trifft, eine absolut katastrophale Situation.

Bayerische Staatskanzlei fördert
Da kam das Projekt „Covid19“ der Bayerischen Staatsregierung zum perfekten Zeitpunkt. Gesucht wurden Maßnahmen, mit denen in Afrika die Pandemie eingedämmt werden können. Wir haben uns beworben und den Zuschlag für den Bau von zwei Toilettenhäusern erhalten. friends without borders trägt von den Gesamtkosten 10 Prozent, der Rest wird von den Fördermitteln bestritten. Die Förderbestimmungen sind sportlich: Das Projekt muss bis Jahresende abgeschlossen sein. Aber die Arbeiten schreiten gut voran. Die Kindergärten und Schulen in Ghana sind seit März diesen bis zumindest Januar 2021 geschlossen. Wenn dann die Bildungseinrichtungen öffnen, werden der Kindergarten und das Gebäude der primary school neue Toilettenanlagen haben.
Aber auch wenn Corona vorbei ist - die Sanitäranlagen bleiben und sind damit eine nachhaltige Inverstition, eine Investition in die Gesundheit. Gerade wenn junge Menschen sich an die Hygienemaßnahmen gewöhnen, werden sie es auch für die Zukunft beibehalten und vielleicht auch an ihre Kinder weitergeben.